Schweden mit Stockholm 2026 - Kultur pur in Stockholm


Mit der Bahn ging es ins Zentrum – die Verbindung war ideal: etwa 10 Minuten Fußweg zur Station und nach 8 Stationen waren wir mitten in der Stadt. Um das Vasa-Museum zu erreichen, nahmen wir noch die Fähre.

Unser erster Halt war das Vasa-Museum – und wir waren sofort überwältigt. Das Kriegsschiff Vasa wurde 1628 gebaut und sank bereits nach wenigen Minuten auf seiner Jungfernfahrt, hauptsächlich aufgrund eines Konstruktionsfehlers: zu schmal gebaut und zu schwer bewaffnet.

Was das Museum so besonders macht, ist der Erhaltungszustand: Über 95 % des Schiffes sind original. Als wir vor diesem riesigen, fast vollständig erhaltenen Holzschiff standen, wurde uns erst klar, welche Dimensionen die Vasa hatte. Besonders beeindruckend waren die unzähligen geschnitzten Figuren am Heck – ursprünglich bunt bemalt und als Machtsymbol gedacht.

Das Museum ist didaktisch hervorragend aufgebaut. Neben dem Schiff selbst gibt es zahlreiche Ausstellungen:

  • Rekonstruktionen der Besatzung mit echten Gesichtern (basierend auf Schädelanalysen)
  • Informationen zum Schiffsbau im 17. Jahrhundert
  • Einblicke in die Bergung 1961 – eine technische Meisterleistung
  • Details zur Konservierung des Holzes über Jahrzehnte hinweg

Man kann die Vasa aus mehreren Ebenen betrachten, was immer neue Perspektiven eröffnet. Für uns war das nicht nur ein Museumsbesuch, sondern ein echtes Eintauchen in Geschichte und Technik.

Direkt daneben besuchten wir das Vrak – Museum of Wrecks, das einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Während die Vasa physisch vor einem steht, arbeitet dieses Museum stark digital und immersiv.

Hier ging es um die zahlreichen Schiffswracks in der Ostsee – ein weltweit einzigartiges „Unterwasserarchiv“, da das kalte, salzarme Wasser die Wracks außergewöhnlich gut konserviert. Besonders spannend fanden wir:

  • 3D-Scans realer Wracks, die man interaktiv erkunden konnte
  • Projektionen und Lichtinstallationen, die das Gefühl vermittelten, selbst zu tauchen
  • Geschichten hinter den Wracks – von Handelsschiffen bis hin zu Kriegsschiffen

Das Museum setzt stark auf moderne Vermittlung: wenig klassische Vitrinen, dafür viel Multimedia. Es ergänzt den Besuch im Vasa-Museum perfekt, da es das Thema „Schiffswracks“ in einen größeren Kontext stellt.